Ready Player One ★★★½

Es ist ein bisschen, als hätte jemand Steven Spielberg in den Achtzigern eingefroren und gerade erst wieder aufgetaut. Ready Player One ist ein gutes Stück zu lang und hin und wieder zu schmalzig, insgesamt aber ein Heidenspaß für Nerds, Kids der Achtziger und Freunde uriger Blockbuster-Unterhaltung. Die erste Actionsequenz walzt über die Leinwand wie es selbst die Transformers nie hinbekommen würden, das zweite große Setpiece (in DEM Hotel) schlicht ein Geniestreich. Spielberg jongliert mit diesem Genre meisterhaft, wie es ihm beliebt und schafft dabei etwas, was Filme wie Super 8 oder Serien wie Stranger Things gerne hätten: den Spirit von einst wieder herauf zu beschwören. Mit Kids, die nicht nerven, sondern phantastische Abenteuer erleben. Wo es auch mal gruseliger werden darf, weil Erschrecken eben auch zum Erleben dazugehört. Wo am Ende jeder was gelernt hat und selbst der Bösewicht noch irgendwie cool ist. 
Mensch Steven, wo warste nur all die Jahre?