• Earwig and the Witch

    Earwig and the Witch

    ★★

    Studio Ghibli, das Studio hinter Filmen, die vor Fantasie, Detailverliebtheit, Ideen und visueller Pracht strotzten, macht nun Sachen, die aussehen wie diese billigen TV-Produktionen, die tagsüber auf KIKA in Dauerschleife laufen. Subtexte fehlen, Analogien, Metaphern. Vorbei sind die Zeiten als Ghibli-Filme auch Statement sein konnten, Erwachsene wie Kinder gleichermaßen beglückte. Das hier ist sterbenslangweilig, nicht mehr, nicht weniger.
    Hayao Miyazaki schämt sich vermutlich für seinen eigenen Sohn gerade zu Tode. Anders kann es unmöglich sein.

  • Kate

    Kate

    ★★

    Frau arbeitet als Profikillerin, weil man das im Actiongenre offenbar machen muss, um nicht aus der Rolle zu fallen, wird auf ihrem letzten Auftrag (klar, wann sonst) aber vergiftet und hat nun noch genau einen Tag um…ähm, ja was eigentlich? Rache zu nehmen? Antworten zu finden? 

    Die Ziele von „Kate“ sind so unklar wie die Actionszenen, in denen Figuren oft mit dem Rücken zur Kamera stehen, Schläge, Stiche, Tritte komplett verdeckt werden und die gar nicht mal üble Choreografie durch…

  • Titane

    Titane

    ★★★★

    Ist „Titane“ das abgefuckteste Statement zum Thema Identität und Selbstfindung, das die jüngere Filmgeschichte zu bieten hat? Ist es eine irrsinnige Verdrehung von Geschlechterrollen, ein blutgetränkter Aufschrei der Selbstbestimmung? Ist das hier das wahnwitzige Märchen von einer die auszog ein zu Hause zu finden, nur um dabei von einer dysfunktionalen Familie zur nächsten zu schlittern? Ist es eine tieftraurige Metapher auf inter-generationale Traumavererbung? Oder ganz einfach die moderne Auserzählung dessen, was sich selbst Body Horror-Pionier David Cronenberg in seinem Autosex-Thriller „Crash“…

  • Dune

    Dune

    ★★★★½

    Überkrass.

    Mehr dazu in der Videokritik: youtu.be/YlqddCkMD2g

  • The Father

    The Father

    ★★★★

    Bei aller Diskussion um „Saw“ und „Candyman“ oder „Malignant“ ist es regelrecht absurd, dass für mich ein vom Theaterstück zum Film übersetztes Drama über Demenz zum schaurigsten Albtraum des Jahres gehört. Anthony Hopkins verschwindet zunächst förmlich in der Rolle als Vater am Ende seiner Lebensreise und später, wenn sein Geist nur noch aus fragmentarischen Erinnerungsfetzen besteht, birgt der Blick in seine Augen den ultimativen Horror - all die Verwirrung und Angst, die sich bisweilen in verzweifelter Wut ihren Weg bahnen…

  • 9/11: Inside the President's War Room

    9/11: Inside the President's War Room

    ★½

    Na, Lust auf eine minutiöse, hochgradig tendenziöse Aufarbeitung eines der schrecklichsten Weltereignisse der jüngeren Geschichte DURCH die Augen derjenigen Kriegstreiber, die ihre Gegner erst Jahrzehnte mit Waffen beliefert und dann gewaltsam deren Land besetzt haben?
    Nein? 
    Egal - die gibt’s jetzt trotzdem.
    Mit ganz viel Einblick, wie heftig 9/11 doch aus der Sicherheit eines Atombunkers gewesen sein muss für Leute, die doch einfach nur mal ne Runde golfen wollten.

    Sogar George W. persönlich bekommt eine Plattform, um mit gewohnt glasigem…

  • Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms

    Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms

    ★★½

    Macht da weiter, wo der Vorgänger Scorpions Revenge gestartet ist - inhaltlich, wie qualitativ. Heißt: wieder fehlt eine klare Narrative, viel mehr wirkt weiterhin alles, als wollten die Macher die Handlungsstränge der Teile 3-8 in zwei 70 Minüter pressen. Deshalb gibt’s hier jetzt gleich drei Hauptantagonisten, viel zu viele Plotebenen, zu viele Charaktere für zu wenig Laufzeit, weshalb wichtige Tode mit einem kurzen Schulterzucken weggenickt werden - dann gibt’s aber schon wieder direkt auf die Fresse.

    Das aber, soviel muss man…

  • Stillwater

    Stillwater

    ★★★★

    Mit stoischer Ruhe packt Matt Damon seine Tasche, steigt ins Auto, nur um sie wenig später durchsuchen zu lassen, bevor er seine Tochter sehen darf, die im Gefängnis von Marseille ihre lebenslange Strafe absitzt. In Damons Gesicht passiert dabei zugleich alles und nichts - nach außen kaum gerührt, zeigen die Augen das Innenleben eines Mannes, der viel durchgemacht hat, aber nie gelernt hat, seine Gefühle zu zeigen oder überhaupt zu spüren.

    Zu schreiben, Damon sei die große Offenbarung von „Stillwater“…

  • Malignant

    Malignant

    Wie sehr ich es doch leid bin über Filme wie diesen zu schreiben...es ist kaum in Worte zu fassen. "Malignant" ist das was passiert, wenn ein Regisseur irgendwann mal mit einer Nummer Erfolg hatte und das Studio daraufhin selbst den größten Sondermüll einfach durchwinkt. Könnte ja sein, dass nochmal ein Treffer dabei ist.
    "Conjouring", "Insidious" und ihre rund 150 Fortsetzungen und Spinoffs waren schon höchstens "tragbar", das hier ist jedoch sogar nochmal weit uninspirierter. Keine einzige frische Idee steckt in…

  • The Witcher: Nightmare of the Wolf

    The Witcher: Nightmare of the Wolf

    ★★½

    Ein bisschen Blut, ein bisschen nackte Hintern, viel Gerede, wenig echte Stimmung und erst recht keine Spannung - wieder eines dieser Tie-Ins, das der Vorlage nicht gerecht wird und so gar nichts Neues zum „Witcher“-Mythos beizutragen hat.

  • Candyman

    Candyman

    ★★★½

    „Candyman“ beginnt so unscheinbar und dennoch effektiv wie es nur geht: Die Kamera fährt langsam durch Chicagos nebelverhangene Häuserschluchten. Es ist schwer auszumachen, wo oben, wo unten ist. Die Dichte des Nebels erzeugt Unbehagen, viel mehr aber die Tatsache, dass nicht ersichtlich wird, was genau dahinter liegt. Allein diese, oberflächlich betrachtet simple Einstellung macht deutlich - die Macher wissen genau was sie tun, vor allem kennen und schätzen sie das Quellmaterial.

    Als „Candyman“ im Jahr 1992 in die Kinos kam,…

  • Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

    Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

    ★★★½

    Heute mal keine extra Kritik in geschriebener Form, besser als in 12 Minuten Video kann ich es eh nicht ausdrücken. Kurz: ich mocht‘s sehr!

    Zur Video-Kritik: youtu.be/RDErUif87P0