Oxygen

Oxygen ★★★★

Eine junge Frau erwacht in Oxygen in einer Kälteschlafkammer ohne Erinnerung wer oder wo sie ist und wie sie dort hinein gekommen ist. Während der Sauerstoff in der engen Kammer knapp wird, kämpft sie um ihr Überleben und versucht dabei sich an ihre Identität zu erinnern.

Aus dieser spannenden, aber nicht unbedingt neuen, Grundidee hat Horrorexperte Alexandre Aja einen hochspannenden und klaustrophobischen Science-Fiction-Film gemacht, der mich über die ganze Laufzeit gespannt hat miträtseln lassen. Ich mag Filme mit so einem Mysterium, das sich im Verlauf langsam offenbart, wenn sich die Puzzleteile zusammenfügen und Oxygen hat sich ein wirklich clever konstruiertes Puzzle ausgedacht.

Da die französische Netflix-Produktion ausschließlich in der engen Kältekammer spielt, wird sie fast alleine von Hauptdarstellerin Mélanie Laurent getragen. Das macht die Französin wirklich hervorragend und hat mich mit ihrem Überlebenskampf wirklich mitfiebern lassen. Und auch die Inszenierung von Aja lässt den Film trotz des begrenzten Handlungsortes mit einigen netten visuellen Ideen sehr kurzweilig und visuell ansprechend werden.

Und im Gegensatz zum sehr ähnlich gelagerten, aber deutlich zäheren, Buried mit Ryan Reynolds, hat Oxygen neben dem Überlebenskampf noch eine äußerst spannende Hintergrundgeschichte zu erzählen und einige tolle Twists zu bieten.

Oxygen ist für mich, auch wenn nicht jede Wendung komplett überraschend gekommen ist, ein wirklich guter und unterhaltsamer Netflix-Film geworden, der neben seiner spannenden Geschichte, wie Menschen in Extremsituationen durch ihren Überlebenswillen über sich hinauswachsen, mit seiner tollen Hauptdarstellerin punkten kann. So spannende und intelligente Science Fiction kann Netflix ruhig öfter ins Programm nehmen.

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