Eraserhead ★★★½

Die zehn Filme von David Lynch (Teil 1 von 10)
Lynchs 1. Spielfilm
Eraserhead

2. Review


Einleitung
Die Werke von David Lynch sind weder leichte Kost, noch einfach zu verstehen. Ich selbst hatte seine Werke lange gemieden, bis ich schließlich doch das eine oder andere Werk von ihm zu sehen bekam und nie enttäuscht wurde. Einen Platz in meinem Herzen konnte sich Lynch dann schließlich letztes Jahr sichern, als ich nach vielen Empfehlungen die Serie Twin Peaks sah, schnell restlos begeistert von dieser war und sie zu einer meiner Lieblingsserien wurde.
Es freute mich sehr, als eine Blu-ray Box mit allen zehn Spielfilmen von David Lynch erschien. Sie sieht zwar nicht besonders hübsch aus, aber sie bot mir die Möglichkeit, sämtliche Werke des Mannes mit einem Schlag zu besitzen. Nachdem ich nun letztes Jahr schon meinen geliebten Nicolas Winding Refn ehrte, indem ich mir alle seine Werke nochmal ansah und dazu Reviews schrieb, ist es nun längst an der Zeit David Lynch auf diese Weise ebenfalls zu ehren und seine Werke in chronologischer Reihenfolge anzuschauen.


Zum Film
Eraserhead müsste ich in etwa vor einem Jahr das erste Mal gesehen haben. Damals konnte ich diesen Film schon nicht vollkommen begreifen und diesmal gelang es mir auch nicht. Aber so wird es mir wohl noch mit mehreren Werken des Kultregisseurs gehen.
Zwar kapiere ich schon, dass Lynch hierin das Elternsein und leben in einer Familie verarbeitet und es hier wahrscheinlich auch um den Verlust der eigenen Identität geht, dennoch sind mir hier zahlreiche bizarre und sonderbare Momente ein großes Rätsel und ich kann auch absolut verstehen, wenn jemand sagt, dass er mit Eraserhead nicht das Geringste anzufangen weiß. Auch wenn dies kein Film ist, den ich mir jeden Tag angucken könnte, so kann ich Lynchs Debüt einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen.

Die dichte Atmosphäre könnte man mit einem Messer zerschneiden. Sie ist düster, beklemmend, trostlos und stellenweise auch sehr unheimlich. Das schwarz-weiße Bild wird diesen Effekt noch verstärken. Ganz oft ist der Film aber auch einfach nur anstrengend, was genauso gewollt sein wird.
Die Umgebung wird immer sehr dreckig, leblos, bedrohlich dargestellt und oftmals lassen sich auch irgendwelche bizarren Dinge in ihr entdecken. Die Sounds sind auch immer sehr spannend. Ständig dröhnt es im Hintergrund. Irgendwelche laut arbeitenden Maschinen, Züge oder andere undefinierbaren Geräusche sind fast durchweg zu hören.
Von dem gruseligen, vollkommen absonderlichen Baby, dass wie eine Mischung aus Huhn und Alien aussieht, fange ich gar nicht erst an, auch wenn mir dieses Wesen irgendwie absolut leid tut.


Fazit
David Lynchs Regiedebüt Eraserhead ist ein merkwürdiger und anstrengender, aber dennoch auch äußerst mutiger Einstieg in die Filmwelt. In vielerlei Hinsicht habe ich höchsten Respekt vor diesem Werk, aufgrund seiner künstlerischen Besonderheiten und seiner Kreativität. Auch wenn dies niemals mein liebster Lynch werden wird, lässt sich hier sein Stil schon wunderbar erkennen, der sich wie ein roter Faden durch alle seine Werke ziehen sollte.

Ganta_Alucard liked these reviews

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