• Logan Lucky

    Logan Lucky

    ★★

    Nach der Ocean‘s-Reihe drehte Soderbergh mit Logan Lucky mal wieder einen Heist-Movie mit Star-Aufgebot. Die Qualität (zumindest des ersten Teils) erreicht er hier aber bei weitem nicht. Trotz namhafter Schauspieler bleiben die Figuren mit Ausnahme von Daniel Craig allesamt recht blass. Adam Driver fehlt beispielsweise die linke Hand, viel mehr ist ihnen zu seiner Figur dann aber nicht eingefallen. Andere Charaktere sind für die Handlung wiederum völlig unnötig (Katie Holmes, Katherine Waterston).
    Der Überfall auf den Geldspeicher der Rennstrecke ist…

  • The Golden Glove

    The Golden Glove

    ★★½

    Der goldene Handschuh ist in erster Linie Milieustudie und funktioniert als solche auch recht gut. Der Film ist dreckig, unbequem, eklig und zeigt viele verschrobene Typen, die speziell und trotzdem authentisch wirken. In Zusammenwirkung mit der Schlagermusik und dem 70er-Jahre-Setting ergibt das eine interessante Atmosphäre. 
    Als Geschichte funktioniert der Film weniger. Schon die erste Szene lässt die Katze aus dem Sack und zeigt, wie Fritz Honka eine Frauenleiche zerstückelt. Damit ist die weitere Handlung bereits vorgezeichnet. Repetitiv begeht Honka dann…

  • This Is the End

    This Is the End

    ★★

    Hat ein paar gute Gags, aber insgesamt dreht sich der Humor zu viel um Schwänze, Sperma und darum, dass sich die Schauspieler mit ihren echten Namen anreden. Ha Ha...

  • Searching for Bobby Fischer

    Searching for Bobby Fischer

    ★★★

    Searching for Bobby Fischer - auch als Innocent Moves oder Das Königsspiel bekannt

    Ein junges Schachtalent wird von seinem Vater und einem ehrgeizigen Trainer von einem Turnier zum nächsten getrieben, wobei diese sich über die gewonnen Pokale mehr zu freuen scheinen als der Junge selbst. Dieser geht seinem Hobby wiederum am liebsten im Stadtpark mit den lockeren „Straßenspielern“ nach. 
    Überehrgeizige Eltern und Trainer, die Kinder nicht einfach Kinder sein lassen können, gibt es sicher genug - und das nicht nur…

  • Unbroken

    Unbroken

    ★★½

    Angelina Jolies zweiter Spielfilm thematisiert die Odyssee eines amerikanischen Soldaten und Olympioniken, der nach einem Flugzeugabsturz zunächst lange auf einem Schlauchboot ausharren und schließlich die Gefangenschaft in einem japanischen Lager aushalten muss. Zudem wird in Rückblenden noch ein Teil seiner Jugend beleuchtet.
    Wie die Beschreibung vermuten lässt, wirken die Handlungsabschnitte recht episodenhaft und ergeben mehr Bruchstücke als einen klaren roten Faden. Dies trägt dazu bei, dass sich Unbroken trotz handwerklicher Qualität über seine Laufzeit doch recht zieht.
    Am meisten stört…

  • The Devil Wears Prada

    The Devil Wears Prada

    ★★★

    Ordentlicher Film, der durch die angesprochenen Themen auch jenseits der Modebranche funktioniert. Statt Klamotten und Beauty kann Der Teufel trägt Prada vielmehr als Selbstfindung Anne Hathaways gelesen werden. Wie sehr soll man sich dem Umfeld beugen? Wie viel Vermischung von Arbeitsalltag & Freizeit ist akzeptabel? Woran erkennt man, ob die Mitmenschen Vorbilder oder eher abschreckende Beispiele sind? Gerade im Bezug aufs Berufsleben wirft der Film viele Fragen auf, die gerade Berufsanfänger in der Orientierungsphase häufig beschäftigen dürfte. 
    Mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit sowie einer hervorragenden Meryl Streep unterhält der Film dazu über die komplette Laufzeit.

  • Mank

    Mank

    ★½

    Auf technischer Ebene sicherlich gut gemacht, Oldman spielt gewohnt gut, aber Mann oh Mann war das langweilig. Die schnell vorgetragenen Dialoge klingen immer nach geschriebenem Drehbuch, nie nach einem natürlichen Gespräch. Eine Handlung gibt es quasi nicht, Mank ist stattdessen ein Personen- und vor allem Zeitportrait des frühen Hollywood. Statt dabei dem Zuschauer aber die damaligen Verhältnisse verständlich darzustellen, springt der Film lieber durch die Jahre und von einer theaterhaften Szene in die nächste. Vor lauter Namen und Figuren kann…

  • Lock Up

    Lock Up

    ★★★½

    Stallone ist Gefängnisinsasse und steht wenige Monate vor der Entlassung. Eines Nachts wird er plötzlich in ein anderes Gefängnis verlegt, wo der Direktor (Sutherland) noch eine alte Rechnung mit ihm offen hat.
    Ich bin selbst überrascht wie viel Spaß der Film gemacht hat. 80er-Feeling, Stallone, Action, Macho-Gehabe... in diesem Fall kommt dabei einfach ein unterhaltsamer Knast-Thriller heraus. Es sind die typischen Stereotype und Überzeichnungen des Genres. Erst ist Stallone bei Mithäftlingen wie Wärtern sehr beliebt, nach der Verlegung kommt er…

  • The Lord of the Rings: The Return of the King

    The Lord of the Rings: The Return of the King

    ★★★★

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Großartiger Abschluss der LotR-Saga. Und dennoch haben mich ein paar Punkte gestört, weshalb Return of the King nur Platz 3 der Trilogie einnimmt.

    - Wie konnte Faramir überleben, obwohl er von zwei Pfeilen getroffen und an sein Pferd gebunden mehrere Kilometer über den Boden geschliffen wurde? Wie konnte sein Vater dann aber wiederum nicht bemerken, dass er noch atmet, bevor er beschließ ihn mit sich selbst gemeinsam zu verbrennen? Wieso ist Faramir so wichtig, während gerade die entscheidende Schlacht um…

  • The Danish Girl

    The Danish Girl

    ★★★½

    Packender und emotionaler Film, der es sich an manchen Stellen etwas leicht macht, an anderen aber wiederum mit voller Wucht zuschlägt. Spannender als die Identitätsfindung von Eddie Redmayne, der hier mit seinem ständig gleichen Grinsen etwas störend auftritt, fand ich Alicia Vikander, die miterlebt wie sich ihr Mann immer mehr von ihr entfremdet und zu einer anderen Person wird. Und trotz all der Zweifel lässt Vikander nicht los, sondern folgt dem Weg von Einar zu Lili. Durch die interessanten Hauptfiguren und ihren ambivalenten Konflikt, musikalisch gekonnt untermalt, entwickelt sich eine berührende Geschichte mit rundem Abschluss. 

    Ob dieser Film allerdings wirklich ein FSK 6 hätte bekommen sollen...

  • The Front Runner

    The Front Runner

    ★★½

    Deutscher Titel: Der Spitzenkandidat

    Hugh Jackmann spielt einen demokratischen Präsidentschaftskandidaten, der sich einerseits medial zu inszenieren weiß, schon bald aber auch die Schattenseiten des Rampenlichts zu spüren bekommt. Das Verhältnis zwischen Politik und Medien wird hier durchaus interessant beleuchtet. Narrativ und darstellerisch wäre da aber noch mehr möglich gewesen. Streckenweise plätschert der Film vor sich hin, sodass von dem an sich spannenden Motiv des Films letztlich zu wenig hängen bleibt. Das merke ich bereits beim Schreiben dieser Kritik einige Tage nach Sichtung des Films.

  • Contagion

    Contagion

    ★★★

    Episodendrama über den Ausbruch eines Virus, das während der Coronapandemie nochmal einem deutlichen Popularitätsschub bekommen hat. Damals ging der Film auch an mir vorbei, sodass ich ihn nun nachgeholt habe. Contagion weist viele Parallelen zur aktuellen Pandemie und einige kluge Beobachtungen auf. Die episodische Erzählung sorgt zudem für einen breitgesteckten Überblick. Gleichzeitig verhindert die Erzählweise aber auch wiederum eine wirklich tiefgründige Behandlung des Themas. Und einige Nebenstränge bremsen den Erzählfluss zudem aus (z.B. Entführung). Am Ende bleibt der Eindruck eines…