Dune

Dune ★★½

Die Probleme von Denis Villeneuves Dune beginnen schon beim Cast. Natürlich ist dieser auf dem ersten Blick wahnsinnig beeindruckend, aber man muss bei so vielen Darstellern und Figuren auch darauf achten, dass jede Einzelne genug Zeit bekommt, um sich zu etablieren, sodass der Zuschauer auch etwas für diese empfindet. Und das gelingt Villeneuve, wie ich es im Vorfeld leider schon befürchtet habe, überhaupt nicht. Solch interessante Figuren wie Leto Atreides (Oscar Isaac), Duncan Idaho (Jason Momoa) oder auch der Antagonist (Stellan Skarsgård), die wirklich eine menge Potential hatten, bleiben völlig auf der Strecke und der Fokus liegt stattdessen auf Paul Atreides (Timothée Chalamet), der blasser nicht sein könnte. Klar, Dune basiert immernoch auf Frank Herberts Klassiker und hat dementsprechend auch nicht allzu viel Spielraum wenn es um die Handlung geht, aber dann liegt es entweder an Villeneuves Drehbuch, oder an der Buchvorlage selbst, dass Paul so dermaßen uninteressant ist. Aber es könnte natürlich auch an mir liegen, dass ich mit Paul nicht so viel anfangen konnte, weil ich überhaupt kein Fan von Timothée Chalamet bin, weshalb es mir auch noch schwerer gefallen ist, Zugang zu diesem Film zu finden. Generell muss ich gestehen, dass meine Vorfreude auf Dune nicht all zu groß war. Denn ich habe weder die Vorlage gelesen, noch war ich allzu überzeugt von den Trailern und vom Promo Material. Doch nach den ersten überaus positiven Meinungen zu Dune war selbst ich einigermaßen gespannt auf diesen Film und hoffte auf ein gutes Sci-Fi-Epos, wurde aber schon nach kürzester Zeit wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: Dune ist kein guter Film. Zumindest kann ich mir all die Lobeshymnen nicht erklären. Der Cast ist (abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen) überhaupt nicht der Rede wert, da ihre Figuren einfach nicht genug Screentime bekommen, Hans Zimmers Score ist eine Katastrophe (es sei denn man steht auf konstantes Dröhnen und Trommeln, gespickt mit nervigem Gejaule), wenn man, so wie ich, keinen Zugang zur Handlung, zu den Figuren oder zur gesamten Welt, die hinter Dune steckt, findet, kommen einem die 155 Minuten eeeeeewig vor und das Ende ist eine riesige Enttäuschung, da es den Film nicht befriedigend abschließt, sondern das Tor für ein weiteres Filmuniversum öffnet, auf das ich wirklich verzichten kann. Vermutlich stehe ich mit meiner Meinung mal wieder ziemlich alleine da, aber ich möchte hier auch niemanden anlügen. Mir hat Dune leider überhaupt nicht gefallen und sähe der Film nicht so perfekt aus, wäre meine Wertung wahrscheinlich noch deutlich radikaler ausgefallen.

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