The Guilty

The Guilty ★★½

Sicherlich hat niemand ein Remake zum dänischen Überraschungshit The Guilty gebraucht, aber nachdem bekanntgegeben wurde, wer hinter und vor allem vor der Kamera stehen wird, war ich doch etwas gespannt auf diese Netflix-Produktion. Denn Antoine Fuqua ist ein durchaus fähiger Regisseur, der mit Jake Gyllenhal einen phänomenalen Hauptdarsteller gefunden hat und noch dazu die Stimmen von Riley Keough, Ethan Hawke, Peter Saarsgaard und Paul Dano für sich gewinnen konnte. Das kann das doch nur gut werden, oder? ODER? Leider nein. The Guilty ist zwar kein Totalausfall, aber in den meisten Punkten leider ein uninspiriertes 1:1 Remake und bietet abgesehen von ein paar unbedeutenden Kleinigkeiten keinerlei Neuerungen zum dänischen Original, was sowohl für die positiven, als auch für die negativen Aspekte gilt. Denn die Handlung ist natürlich auch hier recht spannend (auch wenn man durch das Original schon alles weiß), Gyllenhal spielt, wenn er mal nicht gerade overacted, gewohnt gut auf, schafft es jedoch tatsächlich nicht mit Jakob Cedergren, dem Hauptakteur im Original, mitzuhalten und auch diese Version hätte wegen mir gerne etwas bissiger und fieser sein können, was ich mir auch schon beim Original gewünscht hätte. So existiert die US-amerikanische Version von The Guilty wohl nur, weil die Amerikaner zu stolz sind, Unteritel zu lesen. Denn Fuqua hatte offensichtlich keinerlei Ambitionen, auch nur irgendwas Eigenes aus diesem Stoff zu machen. Mir graut es jetzt schon vor dem Remake von Der Rausch mit Leonardo Dicaprio...