Signs

Signs ★★★

2003 kam Scary Movie III in die Kinos, mittendrin meine kleine Wenigkeit, noch viel zu jung um die Komödie dahinter zu verstehen. Der Film machte mir mehr Angst, als alles was ich je zuvor gesehen hatte. Rückblickend erzählte Scary Movie III mit einer penetranten Genauigkeit und sehr sarkastischem Unterton exakt die Geschichte von Signs mit am Rande verflochtenen Anspielungen von The Ring und weiteren Horroklassikern dieser Zeit. Als ich nun gestern Abend dieses Science-Fiction-Horror-Werk einlegte, ploppten im Minutentakt Bruchstücke von Erinnerungen in meinem Kopf auf. Als zum Beispiel Joaquin Phoenix den Stein ins Maisfeld warf, hätte ich schwören können die Aliens werfen den Stein zurück. Der Horror wurde in meinem Kopf endlich durch die Komödie ersetzt, welche sich 2003 mit einer Beharrlichkeit in meinen Gedanken festgesetzt hatte, ohne dass ich etwas dagegen hätte tun können. Dieses Mindset hilft Signs in seinem Willen, Schrecken zu verbreiten, natürlich überhaupt nicht.

Nichtsdestotrotz hat Signs die gewohnten M. Night Shyamalan Stärken und Schwächen. Die erste Stunde ist extrem langatmig - wie sollte es auch anders sein. Dennoch atmet der Film stilistisch aus jeder Pore das Talent des Regisseurs. Die Kameraarbeit von Tak Fujimoto ist wie schon bei The Sixth Sense auf unglaublich hohem Niveau und die Szene angreifender Aliens im Haus ist tonal ein atemraubendes Meisterwerk welches eine die Luft zerschneidende Hochspannung erschafft. Leider wirkt die Endszene dagegen aber extrem billig und hinterlässt den Zuschauer mit gemischten Gefühlen.

Sicherlich nicht der beste Film von M. Night Shyamalan, aber eine interessante Idee mit einer meisterlich vertonten Horrorsequenz.

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