Dune

Dune

Großes Kino, weil es bedingungslos ist. Die Größe dieses Films darauf zu reduzieren, dass er ein Gegenentwurf zu Marvel etc. ist, wird ihm nicht gerecht. Aber, Villeneuve zeigt eben, wie groß Blockbuster sein können. Und dadurch sieht man, warum vieles im modernen Blockbuster-Kino trotz riesiger Budgets so klein und egal ist. In Dune geht es nicht ums Erreichen von Zielgruppen. Hier gibt es kein Klein-Klein irgendwelcher banaler Charakter-Motivationen. Hier läuft nichts hinaus auf ein explosionsreiches Finale, das durch Überdimensionalität bedeutungslos wird.

Dune wirkt groß. Aber nicht nur aufgrund der Invasion, Armeen und Riesenwürmer. Sondern er wirkt auch durch eine Wüstenmaus, oder ein paar Palmen. Durch die Gespräche zwischen Vater und Sohn oder Mutter und Sohn, die ohne Bombast auskommen. Durch das Finale des Films, das so schön "einfach" daherkommt. Und doch spürt man in dieser vermeintlichen Einfachheit, hier passiert Fundamentales.

Es ist so schön, sich in einem Film so verlieren zu können. Am nächsten Morgen aufzuwachen, und ihn irgendwie noch zu spüren.

Man könnte irgendwelche Kritikpunkte erzwingen, aber das ist mir alles egal. Denn für mich war dieser Film vor allem eines: Großes Kino.

📍 Pathé Maastricht

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