Army of the Dead

Army of the Dead ★★★½

Anscheinend ist es in letzter Zeit modern geworden, dass man nur "für" oder "gegen" Zack Snyder sein kann, dass man seine Filme entweder liebt oder sie aus tiefstem Herzen ablehnt. Ich scheiße auf diesen modernen Manichäismus und positioniere mich bei "Army of the Dead" genau in der Mitte!

Nein, der Film ist kein Meisterwerk. Er ist sogar weit davon entfernt. Er ist aber auch keine peinliche Vollkatastrophe, wie ich es hier einige Male in Letterboxd gelesen habe. Ich bin mir aber sicher, dass diese Schwarzmaler "Army of the Dead" als gelungene Unterhaltung angesehen hätte, wäre nicht "Directed by Zack Snyder" oben gestanden.

Der bekannteste Name der Besetzung ist Dave Bautista, der überzeugend und sehr effektiv bei der Beseitigung von Zombies ist. Die übrige Besetzung ist ethnisch korrekt und enthält einige bekannte Gesichter, die man alle schon irgendwo anders gesehen hat, aber - so ist es zumindest mir ergangen - sich nicht an ihre Namen erinnern kann. Die Zombie-Charaktere, genauer gesagt der König und die Königin, sind fast interessanter als die menschlichen Charakteren, was bei Filmen dieses Genres eine Seltenheit ist. Man könnte sich aber auch fragen, ob diese Kreaturen wirklich Zombies oder doch etwas "Anderes" sind. Erwähnenswert ist auch der sehr gute Soundtrack des Films, der unter anderem „Viva Las Vegas“ und „Bad Moon Rising“ enthält.

Kurzum: Diese bizarre Mischung aus "Oceans Eleven" und "World War Z" fügt weder der Filmographie von Zack Snyder noch dem - bereits sehr ausgereizten - Zombiegenre etwas grundlegend Neues hinzu. Ich muss aber zugegeben, dass ich mich keine Sekunde gelangweilt habe und sollte tatsächliche eine Fortsetzung kommen, wie ich nun schon mehrfach gelesen habe, würde ich sie mir bestimmt auch ansehen.

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