Cat People

Cat People ★½

Diesem Kätzchen wurden aber ordentlich die Krallen gestutzt!

Paul Schrader zeigt uns hier, wie man in diesem langweiligen Remake eines überlegenen Klassikers, KEINEN Horrorfilm macht! Nachdem ich den Film gerade noch einmal auf SKY gesehen habe, konnte ich mich auch wieder daran erinnern, wie arschlangweilig ich ihn schon beim ersten Ansehen gefunden habe.

"Cat People" ist ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1942, in dem Jacques Tourneur Regie geführt hat. Es geht darin um einen Mann und eine Frau die sich verlieben und der Mann nach einiger Zeit entdeckt, dass die Frau davon überzeugt ist, unter einem Familienfluch zu leiden, der sie in einen Panther verwandelt, sobald sie Sex hat. Als Zuseher fragt man sich die längste Zeit, ist die Alte verrückt wie eine Scheißhausratte oder ist da doch etwas dran.

Aber wo Jacques Tourneur erkannt hat, dass je weniger er zeigt, desto mehr stellen sich die Zuseher vor, setzt Schrader entweder auf volle Explizitheit, was der Geschichte jedes Mysterium raubt, oder er schwelgt in seinen aufwendigen Bühnenbildern, was der Geschichte jeden Schwung nimmt. Er liebt es auch seine weiblichen Stars, vor allem natürlich Natasja Kinski, nackt zu zeigen, was erfreulicherweise dazu geführt hat, dass Frau Kinski ein paar Mal ihren 80iger-Jahre-Busch im Film spazieren tragen darf.

Die Mängel in seiner Geschichte versucht Schrader mit Szenen auszugleichen, die zwar großartig designed und schön gefilmt wurden, aber meistens unfreiwillig komisch sind. Ein solches Beispiel ist eine Traumsequenz, in der Malcolm MacDowell, Kinski ihre Familiengeschichte erklärt. Sie spielt in einem heißen orangefarbenen Neverland mit einem farblich abgestimmten (Kratz)Baum, der mit schwarzen Panthern drapiert ist und als dann Kinski auch noch zu einem Panther "Mutter" sagte, musste ich einfach laut loslachen.

Es gibt noch viele solcher Momente im Film (Stichwort: Kinski jagt ein "Discohäschen") und auch das Ende ist völlig lächerlich.

Nun ja, es hätte natürlich noch schlimmer kommen können. Der Film hätte länger sein können.

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