Halloween Kills

Halloween Kills ★★

Naja, wie heißt es so schön in einem Sprichwort: "Wer nicht hören kann muss fühlen". Es wäre ja nicht so gewesen, dass ich nicht von mehreren Seiten gewarnt wurde, was mich hier erwartet.

Wer also von einem Horrorfilm nicht mehr erwartet als eine Aneinanderreihung von blutigen Morden, der wird mit "Halloween Kills" bestimmt seinen Spaß haben. Am liebsten tötet Michael zwar mit einem rasiermesserscharfen Messer, aber wenn es sich gerade so ergibt, greift er schon auch mal auf eine kaputte Leuchtstoffröhre zurück. Gore-Liebhaber werden solche Szenen bestimmt mit einem teuflischen Lächeln quittieren.

Wer von einem Horrorfilm allerdings erwartet, dass er spannend und aufregend ist bzw. interessante Charaktere zu bieten hat, der sollte um "Halloween Kills" einen großen Bogen machen und sein Geld lieber sparen.

"Halloween Kills" ist die direkte Fortsetzung von "Halloween" aus dem Jahre 2018. Die damalige Entscheidung der Macher, alle unsäglichen Teile seit dem Carpenter Original zu ignorieren, fand ich sehr begrüßenswert und tatsächliche hat mir die 2018er Version von "Halloween" auch ganz gut gefallen.

Leider macht "Halloween Kills" im Vergleich zu seinem Vorgänger einen großen Schritt zurück. Auch Laurie Strode bekommt diesmal nichts zum tun, außer im Bett herumzuliegen. Irgendwie macht das zwar schon Sinn, denn schließlich wurden sie im Vorgänger doch sehr schwer verletzt, aber ich hatte das Gefühl, dass die Macher nicht wussten, was sie mit ihr machen sollen. Sie haut sich beispielsweise einen Spritze in den Hintern, um auf die Jagd nach Michael zu gehen aber im nächsten Augenblick geht sie wieder ins Bett und plaudert mit einem Polizisten und es passiert gar nichts mehr. Sehr merkwürdigt!

Ich habe gelesen, dass im nächsten Jahr der dritte und letzte Teil dieser von Anfang an als Trilogie angelegten Geschichte kommen soll. Hoffen wir, dass die Macher wieder zur Form von Teil eins zurückfinden.

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