Pelican Blood

Pelican Blood ★★★

"Pelikanblut" dreht sich um Wiebke Landau (Nina Hoss), die Pferdetrainerin bei der Polizei und eine alleinstehende Frau ist. Sie hat bereits eine Tochter adoptiert und beschließt ein weiteres Kind aus Bulgarien, die fünfjährige Raya (Katerina Lipovska) zu adoptieren.

Aufgrund eines schweren Kindheitstraumas wird Raya aber bald sehr gewalttätig und Wiebke beschließt bei Spezialisten Hilfe zu suchen, da der kleine Sonnenschein nach und nach eine Gefahr für die ganze Familie darstellt.

"Pelikanblut" von Katrin Gebbe ist ein Psychohorrorfilm, der meiner Meinung nach, zu vielen verschiedenen Themen (Kindheitstrauma, Adoption, Mystik, Religion und Pferde) vermischt.

Eines der zentralen Themen, ist Wiebkes unerschütterliche Liebe zu ihren Töchtern. Ihr Wunsch Mutter zu sein, ist dabei die ganze Zeit glaubhaft und spürbar.

Nina Hoss liefert eine berührende und stark Leistung in der Hauptrolle ab und zeigt uns auf eindringliche Weise den Umgang mit ihrem Schmerz, den sie empfindet, als die Zuneigung, die sie ihrer Tochter entgegenbringt, nicht erwidert wird.

Wiebke ist ein Sinnbild für viele Mütter, die bereit sind, für ihre Familien jedes Opfer zu bringen, bis hin zu Blut und Leben, wie ein Pelikan. Der Tradition nach und wie auf einem Gemälde im bulgarischen Waisenhaus dargestellt, ist der Pelikan ein Symbol für die selbstaufopfernde Liebe, der mit seinem Blut seine toten Kinder zum Leben erweckt.

"Pelikanblut" bricht jedoch für mich ab dem Punkt zusammen, als schwarze Magie ins Spiel kommt.

An sich könnte das sicher ein interessanter neuer Aspekt sein; schade nur, dass es sich nicht mit den anderen Themen zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügt und sich vollkommen an den Haaren herbeigezogen anfühlt.

Tatsächlich finden die Ärzte bei der kleinen Raya die Ursache für Ihr Verhalten und müssen jedoch gleichzeitig eingestehen, dass es dafür keine Heilung gibt. Exorzismus dann zur Rettung aus dem Hut zu zaubern, fand ich eine ganz billige Lösung, da sie impliziert, dass psychische Probleme mit Zaubertränken und Zaubersprüchen in alten Sprachen geheilt werden können.

Fazit: Am Ende passt nichts wirklich gut zusammen und der Film hätte deutlich besser sein können, wenn die Zutaten besser dosiert gewesen wären.

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