tick, tick...BOOM!

tick, tick...BOOM! ★★★★

"tick, tick...BOOM!" dreht sich um Jonathan Larson, den Komponisten von „Rent“, der am Morgen der Uraufführung seines ikonischen Musicals, an einem Aortenaneurysma verstarb. Er war erst 35 Jahre alt und es wart ihm nicht vergönnt zu sehen, wie "Rent" die Musicalwelt rund um den Globus erobert hat.

„tick, tick...BOOM“ hat Larson ursprünglich im Jahr 1990 als One-Man-Show für sich selbst geschrieben. Im neuen Netflix-Film "tick, tick...BOOM!" kämpft Larson, gespielt von einem außergewöhnlichen Andrew Garfield, darum, sein bahnbrechendes Musical zu beenden, während seine Freunde um ihn herum an AIDS sterben und er nicht genügend Geld hat, um seine Rechnung zu bezahlen. Der Film spielt lange vor dem traurigen Tag, aber sein Tod schwingt in jeder Szene mit.

Larson hätte wahrscheinlich nie damit gerechnet, dass er eines der berühmtesten Musicals aller Zeiten schreiben würde, aber wir sehen zu, wie er genau das unabsichtlich tut.

Während des gesamten Films notiert er zum Beispiel die frenetischen Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, ein paar Musiknoten hier und da, und sie alle summieren sich zu „Rent“ – seinem Rock 'n' Roll-Spin off von „La Boheme“.

Larson ist eine perfekte Rolle für Andrew Garfield, der die beste Arbeit seiner Karriere abliefert. Er ist ehrlich, persönlich und singt so gut, dass man vergisst, dass er Spidey war. Zumindest fast! Es würde mich nicht wundern, wenn er im nächsten Rennen um den kleinen Goldjungen, ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hätte.

Er hat auch eine großartige Chemie mit seinen Co-Stars, vor allem aber mit seiner Freundin Susan (Alexandra Shipp) und Michael (Robin de Jesús), seinem schwulen besten Freund.

Ach ja, Lin-Manuel Miranda kann übrigens nicht nur berühmte Musicals á la „Hamilton“ komponieren, er kann auch großartige Filme drehen. Er ist wie Garfield nah am Thema, da er selbst Komponist ist. Er lässt in seinem Film auch eine Reihe von bekannten Broadway-Schauspielern, Produzenten, Komponisten und anderen Größen auftreten, die Fans bestimmt gerne sehen werden.

Fazit:

Als nächste muss ich mir nun endlich die Verfilmung von "Rent" ansehen.

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