Pan's Labyrinth

Pan's Labyrinth ★★★★★

Hollywood's Märchenerzähler #1 macht das was er am besten kann: er nimmt einen Abschnitt aus der Geschichte der Menschen und ergänzt Fantasyelemente. Dies funktioniert in Pan's Labyrinth so gut, dass es sich nicht gezwungen oder merkwürdig fehlplatziert anfühlt.
Auf der einen Seite wird ein harter und kompromissloser Einblick ins Spanien 1944 gewährt. Dort herrscht der Bürgerkrieg und hier macht Guillermo Del Toro keine Gefangenen.
Das wahre Herzstück des Films ist allerdings die Fantasy-Geschichte um das kleine Mädchen Ofelia. Sie will aus ihrer furchtbaren Welt entfliehen und trifft auf den Pan, der ihr möglicherweise dabei helfen kann. Das was Ofelia dann erlebt ist wahnsinnig schön anzusehen und Del Toro's Creature Designs sind auch nach über 10 Jahren über alle Zweifel erhaben. Einzig die wenigen GCI-Effekte können nicht mehr mit dem Rest mithalten. Die einzelnen Wesen sehen aber sehr realistisch aus und auch die Geschichte funktioniert hervorragend. Es geht eben nichts über praktische Effekte.

Neben der Story, den Charakteren und dem Design überzeugt auch der Soundtrack und die Kameraarbeit. Letztere hält dabei teilweise schonungslos drauf und zeigt die Kriegsgeschehnisse, um dann in der nächsten Sequenz durch die Wälder oder das Labyrinth zu gleiten. Wie in einem Guss schwebt die Kamera durch die Settings, während die Schnitte hinter Säulen oder Bäume versteckt wurden. Dies wurde, wie die Masken, Kostüme etc. verdient ausgezeichnet.

Pan's Labyrinth ist ein wunderschöner und zugleich kompromissloser Film, der geschickt Fantasie und Realität verbindet und nichts anderes als ein Meisterwerk ist.

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