Freddy vs. Jason

Freddy vs. Jason ★★

Horrorctober 2020 (Slasher Edition) Movie#11
2003 - Movie Charts

Bewegt sich hart an der Grenze zur Parodie auf das Genre. Großbrüstige, talentfreie Darstellerrinen kreischen sich im minutentakt durch den völlig überzeichneten Film, während ihre männlichen Pendants Riesenarschlöcher sein müssen. Alles was das Genre so berühmt berüchtigt macht ist hier in einem fürchterlich trashigen Konzentrat zusammen gemixt und für die „Scream“ Generation wurden lächerlich überladene Hintergrundgeschichten für die Figuren eingebaut, um so etwas wie Tiefe vorzutäuschen. Leider ist einiges davon wirklich ernst gemeint, man ist aber deutlich öfter näher an „Scary Movie“ dran als an den großen Vorbildern.

„Freddy vs. Jason“ wird daher zu einer absurden Trashgranate, die auf jeden Fall für einen launigen Partyabend bestens geeignet ist. Extrem hoher Bodycount und ordentliche Blutfontänen erinnern daran, dass Hollywood das Columbine Trauma relativ schnell wieder hinter sich gelassen hat. Die kreativen Kills werden zwar manchmal durch schlechtes CGI torpediert, machen aber trotzdem viel Spaß und entspringen natürlich hauptsächlich dem „Nightmare on El Street“ Teil des Films. Die hohe Schlagzahl und temporeiche Aneinanderreihung der (meist völlig unmotivierten) Morde geht natürlich auf das Konto von „Freitag der 13te“.

Bedauerlich ist nur, dass Regisseur Ronny Yu jegliches Gespür für Inszenierung abgeht. Der durchweg alberne Tonfall des Films kostet den vielen, vielen Jumpscares ihre Wirkung. Den vollkommen bescheuerten Figuren drückt man sowieso zu keinem Zeitpunkt die Daumen und das titelgebende Duell geht meist im Schnittstakkato und den entsetzlichen Slow Motions unter. Trotzdem ist der Finalkampf immer noch das Beste am Film, vor allem weil wir dort dann auch die größte Pause von den menschlichen Figuren haben dürfen.

Der bessere „Scary Movie 2“.

Snakeshit liked these reviews