• Breakdown Forest

    Breakdown Forest

    ½

    Es wird geballert, sehr viel sogar, aber es fehlt eine wirkliche kinetische Energie. Vielleicht um das auszugleichen, vertraut Beckert dafür immer wieder gerne auf zelebrierten Sadismus. Wenn hier harte Männer nicht ganz so harte Männer erniedrigen oder einen Vortrag über ihre Sexphantasien zum Besten geben, dann wirkt das so, als ob die Macher sich die guten alten Zeiten zurückwünschen, als Mutti noch am Herd stand und Chuck Norris die bösen Vietcong dezimierte. Tal der Skorpione feiert nicht das Gestern des…

  • Dark Phoenix

    Dark Phoenix

    ★★

    Auch „Dark Phoenix“ gelingt keine adäquate Umsetzung der bekannten wie beliebten Storyline. Stattdessen erweist sich der Blockbuster als ermüdend lustloses Abhaken der typischen Merkmale der Mutantensaga. Diese Generation der X-Men hat sich mit diesem Film den Todesschuss verpasst. Danke für die ganzen Filme, aber es ist wohl nun an der Zeit Adieu zu sagen. Immerhin, nach „Dark Phoenix“ sollte einem der Abschied leicht fallen.

  • The Collini Case

    The Collini Case

    ★★½

    Gediegenes, in der ersten Hälfte mehr lethargisches Justizdrama, das zeigt, dass Elyas M'Barek mehr sein kann als der komödiantische Sonnyboy. Abseits davon ist „Der Fall Collini“ ein ehrbarer Film mit ehrbaren Absichten, der erzählerisch aber zu oft über die eigenen Füße stolpert.

  • Office Uprising

    Office Uprising

    ★★★

    "Office Uprising" will nicht mehr sein als ein kurzweiliger, spaßorientierter Büro-Splatter. Nicht mehr, nicht weniger. Gratulation, dieses Ziel wurde adäquat erfüllt. Wäre mehr drin gewesen? Wahrscheinlich.

  • Shazam!

    Shazam!

    ★★★★

    Der Anfang von "Shazam!" ist desaströs, ein echtes Debakel. Aber es lohnt sich am Ball zu bleiben, denn nach dieser Talfahrt macht der Film unglaublich viel Freude. Warum? Weil er nicht versucht groß und episch zu sein. Stattdessen huldigt er dem, was beim DCEU sowie dem MCU in Vergessenheit geraten ist: die kindliche Freude an Superhelden und ihren Kräften. "Shazam!" bietet dem Genre einen kurzzeitig erfrischenden wie vitalisierenden Kick.

  • Pet Sematary

    Pet Sematary

    ★★½

    Auch die zweite Verfilmung schafft es nicht die Kraft der Romanvorlage auf Leinwand zu bändigen. Der Schrecken obsiegt gegen die Verhandlung der Trauer. Dank seines Ensembles ist der neue Pet Sematary aber durchaus eine Verbesserung zum ersten. Vor allem Jason Clarke überzeugt als trauernder Vater und lässt die Darsteller-Nulpe von 1989, Dale Midkiff, ordentlich alt aussehen. Ansonsten bietet das Regie-Duo Kölsch und Widmeyer gängiges US-Mainstream-Horror-Futter. Manchmal atmosphärisch, meisten aber doch eher auf Schock und Schreck ausgerichteter Grusel. Als kurzer Genre-Happen vertretbar.

  • The Golden Glove

    The Golden Glove

    ★★★★

    Die Grausamste was ich bei Akins Strunk Verfilmung gesehen habe war diese penetrante Hoffnungslosigkeit. Sie suppt durch die kleinste Ritze, gleitet auf den Pfützen aus Tränen, Schweiß und Urin tief ins Innere und ersäuft jeden Traum mit Schnaps. Klar, es wird gemordet und das ist (obwohl es meist im Off passiert) im besten Sinne unangenehm mitanzusehen und -zuhören, aber es sind die Details die Der Goldene Handschuh erst so richtig trostlos, dreckig und erdrückend authentisch machen. Fiete (wahnsinnig toll: Jonas…

  • The Lego Movie 2: The Second Part

    The Lego Movie 2: The Second Part

    ★★★

    Was LEGO 2 aber wirklich fehlt ist der Überraschungsmoment des ersten Teils. Es wird zwar versucht diesen auf Teufel komm raus nachzuformen, das Ergebnis erweist sich aber als recht vorhersehbar. Auch wenn das Sequel eine überaus gute und wichtige Botschaft seinen jungen Zuschauern vermittelt, das Aha- und Oho-Erlebnis bleibt aus. Das komplette Ende wirkt mehr wie ein Zwang, es dem Vorgänger nachzumachen. Das ist wahrscheinlich das größte Problem des Sequels, dass hier alles immer zu gewollt daherkommt. Wer allerdings mit denvorherigen Kinofilmen aus dem LEGO-Universum seine Freude hatte, wird auch mit Teil 2 bestens unterhalten.

  • Holmes & Watson

    Holmes & Watson

    Es vergeht kaum eine Minute, in der Holmes & Watson nicht auf irgendeine Art und Weise auf unsere heutige Zeit anspielt. Da gibt es rote Hüte mit der Aufschrift „Make England Great Again“, es kommt zwischen den Titelhelden immer wieder zu Fassungslosigkeiten, wenn Frauen mehr sind als Königinnen oder Dirnen, und am Ende wird sogar direkt Bezug genommen auf einen erfolgreichen wie preisgekrönten Liebes- und Katastrophenfilm. Tut er das subversiv, clever und fokussiert? Natürlich nicht. Wie ein Maschinengewehr in den Händen…

  • Mortal Engines

    Mortal Engines

    ★★★½

    Die Welt, in die einen „Mortal Engines: Krieg der Städte“ entführt, ist atemberaubend. Ein Hort voller Details und Ideen. Was die Macher daraus machen, ist aber leider nicht mehr als ein solider Blockbuster, der trotz aller schillernder Eigenheiten nicht den Eindruck von Originalität aufrechterhalten kann. Ein nettes Spektakel, dessen ungenutztes Potenzial fast so gigantisch ist, wie die mobilen Immobilien.

  • The Equalizer 2

    The Equalizer 2

    ★★½

    Solide inszeniertes Sequel, das den großen Fehler macht, uns die Hauptfigur noch einmal voll und ganz vorzustellen, was aber bereits der Vorgänger in aller Ausführlichkeit getan hatte. Wer also auf schnelle Action hofft, wird enttäuscht werden. Wenn Regisseur Fuqua aber Washington mal von der Leine lässt, werden Genre-Fans annehmbar befriedigt. So richtig überzeugend wird der total vorhersehbare Film aber leider erst beim Showdown.

  • The Meg

    The Meg

    ★½

    „Meg“ hätte der neue „Deep Blue Sea“ werden können. Doch statt simpler und effektiver Spannung sowie guter, exorbitanter Action bereitet der Blockbuster lieber die Bühne für Jason Statham vor und hält diesen so penetrant im Spotlight, dass der Riesenhai fast nebensächlich wird. Leider hat dieser Hai zwar gigantische Ausmaße, aber keinerlei wirkliche Größe und schon gar keinen echten Biss.