Steak

Steak ★★½

Steak ist das Spielfilmdebüt von Quentin Dupieux, in dessen Filmografie ich mich in den vergangenen Monaten verliebt habe. Häufig war ich begeistert von seinem surrealistischen Stil, den er mit schwarzen Komödien verbindet. Dieses Werk des Franzosen ist, wie mein persönlicher Favorit Deerskin, weniger surreal als man erwarten würde. Viel mehr erinnert Steak an eine Parodie auf A Clockwork Orange, denn Dupieux stellt eine Clique in den Vordergrund, welche permanent Milch trinkt und glaubt, den Pausenhof zu beherrschen. 

Der klassische Dupieux-Humor wirkt in diesem Frühwerk noch nicht komplett ausgreift. Ich habe nicht sonderlich viel gelacht, was eigentlich im Gegensatz zu den meisten anderen Werken des Enfant Terrible steht, da vor allem Wrong Cops oder Rubber humoristisch genial sind. Trotzdem gibt es diese Momente, die so eigensinnig sind, das nur ein Dupieux diese inszenieren kann. Kein anderer Regisseur nimmt nämlich seine Darsteller in absurden Szenen so ernst und genau dies ist der Kick, den mir Mr. Oizo (einer seiner Künstlernamen) immer wieder geben kann. Steak ist weder der lustigste, noch der cleverste oder herausstechendste Film des Kultregisseurs. Gleichwohl bin ich froh, sein Spielfilmdebüt endlich gesehen zu haben, denn sein Stil zieht sich hier schon durch den gesamten Film. Selbst wenn er eben noch nicht komplett ausgreift ist. Jetzt muss ich ganz dringend an Mandibles und Keep an Eye Out herankommen. 

Ranking: Quentin Dupieux