• Harry Potter and the Order of the Phoenix

    Harry Potter and the Order of the Phoenix

    ★★★★

    In Anbetracht dessen, dass es sich bei der Buchvorlage um eines der Längsten der Reihe handelt und der Film trotz allem so gut geworden ist, ist schlicht bemerkenswert. Das kann auch an dem Umstand liegen, dass die Dramaturgie den Schwung des Finales des Vorgängers vollends mitnimmt. Denn ein auslösendes Ereignis braucht dieser Film nicht. Das ist alles schon Vergangenheit, bevor die ersten Bilder auf der Leinwand flimmern. In diesem Aspekt ist Der Orden des Phönix eine der gelungensten Serienteile, die ich kenne, da schlicht darauf verzichtet wird, die Handlung auch für diejenigen offen zu halten, die die Vorgänger nicht kennen.

  • Tenet

    Tenet

    ★★★★

    Es ist eigentlich kein gutes Zeichen, wenn man sich den Film auf der Muttersprache ansehen muss, weil man ohne Untertitel im Englischen nicht mitkommt. Der Dialog ist beladen mit Exposition und Schlüsselinformationen, die einem die Handlung im späteren Verlauf erst so richtig schmackhaft machen. Generell geschehen wenige PayOffs des Films über Bild sondern mehr über Gesprochenes. Trotz allem, jetzt wo ich entspannter den Dialogen folgen konnte, war ich begeistert. Kein Film für die Ewigkeit, aber dennoch empfehlenswert.

  • The Social Dilemma

    The Social Dilemma

    ★★★★

    Die Doku zeigt ein wahnsinnig wichtiges Problem auf und könnte wirklich eindrucksvoll sein, wenn da nicht diese cinematischen Einspieler wären. Die nehmen dem Thema einiges an Schlagkraft und lassen es schon etwas lächerlich wirken. Was außerdem negativ auffällt ist, dass die Anregungen, was der Zuschauer tun kann, um das Problem zu schmälern in den Abspann verschoben wurden. Die Doku hätte ein schallender Warnschuss mit einer bewegenden Motivation am Ende sein können.
    Trotz allem würde ich sie jedem empfehlen.

  • Looper

    Looper

    ★★★

    Der Film verliert leider ab der zweiten Hälfte sein Rückgrat und bricht auseinander, weil es keinen klaren Haupt-Antagonisten gibt, gegen den agiert wird. So verliert man sich in Subplots, die nichts mit dem auslösenden Ereignis des Protagonisten zu tun haben. Letztlich kommt der Film nie so wirklich aus diesem Schlagloch raus, auch wenn das Ende recht einnehmend war.

  • Ready Player One
  • The King

    The King

    ★★★★★

    Ich liebe diesen Film so sehr. Trotz all seiner Schwächen, oder gerade deswegen, ich weiß es nicht...

  • Children of Men

    Children of Men

    ★★★★

    Ironischer Erlösungsplot, der in seiner Darstellung einen einfach nur in den Bann zieht. Teilweise wandert der Film dennoch zwischen den Genren und weiß nicht so ganz, wo er sich hinsetzen will, was man auch an dem etwas inkonsistenten Schnitt bemerkt. Trotz allem, durch und durch empfehlenswert.

  • Sunshine

    Sunshine

    ★★

    Der Film wandelt ein wenig zu sehr zwischen den Welten und kann sich nicht entscheiden in welchem Genre er letztlich seinen Platz finden möchte. Die Prämisse ist spannend und lädt zum Mitfiebern ein, doch hapert es bei der Ausführung massiv an der Inszenierung. Ohne das Drehbuch gelesen zu haben, kommt die Vermutung auf, dass die Produktion Bedenken hätte, die Geschichte würde nicht fesselnd genug sein. Aus diesem Grund wurden wahrscheinlich die befremdlichen Design-Entscheidungen des geheimnisvollen Antagonisten getroffen, welcher den Film…

  • Jarhead

    Jarhead

    ★★★★

    Einer der besten Anti-Kriegs Filme die ich kenne und ein grundsolider Desillusionierungsplot. Jarhead überzeugt dadurch, dass er auf der Meta-Ebene ein Verlangen nach Gewalt und Action im Zuschauer auslöst und diese nicht befriedigt. Vermutlich hat sich diese "Enttäuschung" auch in den Zuschauerbewertungen widergespiegelt, was erklärt, warum der Film zu unterschätzt ist.

  • Robin and Marian

    Robin and Marian

    Wie überredest du die Frau, die du liebst und seit 20 Jahren nicht gesehen hast, am Tag deiner Rückkehr davon, sich nicht ihrer lebenslänglichen Haftstrafe zu stellen? Gar nicht... du schlägst sie K.O., packst sie auf dein Pferd und reitest in einem Wald, wo sie dir danken und dich lieben wird, weil du so überzeugend warst. Das hat mich zumindest dieser Film gelehrt.

    Das Problem ist, die Story ist eigentlich solide. Die Prämisse stützt sich auf einer sehr unbekannten Version…

  • Just Mercy

    Just Mercy

    ★★★

    Leidet leider sehr unter dem Umstand, den viele Historiendramen zu beklagen habe. Die Schlüsselszenen funktionieren nur, weil sie basis-emotionale Konflikte ansprechen und nicht weil sie den Konflikten und Schwächen der Charakteren entspringen. Man muss wahrlich herzlos sein, wenn einen einzelne Szenen nicht ergreifen, aber hätten sie das auch in einer isolierten Fassung ohne die restlichen 100 Minuten.

  • Little Women

    Little Women

    ★★★

    Ein bewusster Einsatz fehlender Kausalität drückt in der Regel Machtlosigkeit aus und versucht das Motto zu widerlegen: „Du bist deines Glückes Schmied.“ Dem Plot von Little Women fehlt es an Kausalität, aber leider hat dieser Umstand keine Auswirkung auf die Charaktere. Damit das Prinzip von Machtlosigkeit funktioniert, braucht es im Gegenspiel jemanden oder etwas was eben die Macht besitzt und sie in einer unmoralischen, aber für sich gerechtfertigten Weise, nutzt. Die antagonistischen Kräfte sind in diesem Fall Spielfiguren ohne Gesicht:…