The Hunt

The Hunt

The Hunt ist ein subtiler und wirklich cleverer Kommentar auf die gespaltene Gesellschaft in den USA- also in dem Paralleluniversum, in dem sämtliche anderen Filme von Michael Bay und Roland Emmerich stammen.

Nicht nur, dass der Film vollkommen darin versagt, seine eigentlich intendierte Gesellschaftskritik zu vermitteln (was ja auch noch irgendwo zu akzeptieren wäre), nein, er ist auch noch in allen anderen Belangen des Filmemachens ein ziemliches Desaster.

Über das schlechte Schauspiel, die infatil-grenzdebilen Dialoge, die billigst aussehenden Effekte- hier stimmt wirklich gar nichts.

Das wäre ja alles noch zu verzeihen, wenn dadurch wenigstens ein strunzdummer, aber unterhaltsamer Film entstehen würde- aber nein, nicht mal das.
The Hunt funktioniert weder als Splatter-Thriller, noch als Komödie oder gar Satire, die er gerne wäre.
Anstatt der sich moralisch überlegen fühlenden, vermeintlich progressiven Oberschicht den Spiegel vorzuhalten oder diese nachhaltig zu kritisieren, kommt der Film zu einem simplen "also eigentlich sind die auch sehr doof" und ist dabei noch ein fahrlässig dummes Herunterspielen von Klimakrise und Rassismus.

The Hunt ist nichts als ein sehr langweiliges anderthalbstündige Ärgernis voller vertaner Möglichkeiten.

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